27.10.2010 Wieder mal Ohrenschmerzen

28 10 2010

Hallöchen liebe Leserschaft,

heute war wieder tauchen angesagt. Meinen Ohren ging es bis zum Tauchgang wieder ganz gut. Heute hatte ich Einzelunterricht. Es ging ganz langsam runter bis zu einer Tiefe von 12 metern. Immer wieder Druckausgleich herstellen, immer wieder langsam ein Stückschen auftauschen, dann wieder runter. Mit dem abtauchen habe ich so meine Probleme. Irgendwie zieht es mich immer wieder nach oben, was nicht besonders toll ist, da ich dann wieder runter muss und wieder Druckausgleich herstellen muss. Was anstregend und nervig ist. Als, wir dann endlich auf 12 meter abgetaucht waren, sollten wietere Übungen folgen. Erste Übung wieder mal Taucherbrille mit Wasser volllaufen lassen. Kein Problem, Wasser rein, Kopf nach unten, kräftigen Zug aus der Flasche und durch die Nase ausblasen während man den Kopf nach oben bewegt. Dabei sollte man die Maske festhalten. Zweite Übung, Bleigürtel abnehmen und wieder anlegen, auch kein Problem. Dann die Alternative Luftversorgung über die Flasche des Partners. Erstmal gabs Kommunikationsprobleme. Meine auchlehrerin deutet an, dass sie „Low on Air“ Air ist. Also gebe ich ihr meine Alternative Luftversorgung frei. Sie will aber, dass ich ihre Alternative Luftversorgung annehme. Nach einigen Zeichen habe ich es dann. Ich nehme ihre Alternative Luftversogung, lasse sie jedoch erstens unter ihrem Arm, was erstmal nicht problematisch ist, dann stecke ich sie jedoch falsch in den Mund, schlucke dabei kräftig Wasser und bekomme keine Luft. Ertmals bekomme ich Panik. Ich schaffe es dann aber doch noch das Wasser auszuspucken und Luft zu bekommen. Das war meine erste Schrecksekund unter Wasser. Anschließend wollen wir tauchen und das Riff erkunden. Der Anblick eines Riffes von unten ist viel imposanter als von oben. Allerdings hier wieder mein Problem. Ich tauche auf und will abwärts oder zumindst auf einer Höhe bleiben. Außerdem habe ich Probleme die Beine richtig zu bewegen und verliere immer wieder die Kontrolle. An der Oberfläche angekommen bekomme ich Anweisungen. Ich soll beim nächsten mal mehr Gewichte bekommen (war mein erster Eindruck beim ersten Tauchgang), außerdem wird mir angeraten beim nächsten Abtauchen die Knie anzuwinkeln, das führt dazu, dass ich mehr Kontrolle über meinen Körper bekomme. Dann soll ich noch an meiner Atemtechnik arbeiten. Ich atme zuviel ein und zu wenig aus, was dazu fürht, dass ich immer wieder auftauche. Tauchen ist also nicht leicht. Den Tauchgang selbst kann ich noch immer nicht genießen, viel zu viel was es zu beachten gibt. An der Oberfläche angekommen schmerzen erneut meine Ohren. Medikamente lehne ich diesmal ab. Sonst werde ich noch zum Medikamentenjunkie. Morgen ist wieder ausspannen angesagt. Freitag sollen dann noch zwei Tauchgänge folgen. Dann soll es runter auf 18 meter gehen. Mal sehen, wie lange ich brauche um darunter zu kommen.

Es gibt einige Dinge die mir am tauchen nicht so gut gefallen. Erstens das Problem mit den Ohren. Sicherlich ne Sache der richtigen Technik. Was mir aber überhaupt nicht gefällt, es ist wieder ein Sport bei dem man auf einen Partner angewiesen ist, ich brauche sehr viel Zeit zum abtauchen, wenn man immer der letzte ist stesst das. Schließlich will man ja nicht, dass die anderen auf einen warten müssen. Das wiederum sorgt dafür, dass man sich schnell übernimmt. Dann ist da noch die militärische Ordnung mit der alles durchgeführt wird. Alles muss generalstabsmäßig geplant werden. Die Tauchiefe, die Tauchzeiten, die Pausen und und und. Viel Freiraum bleibt da nicht. Dann ist Tauchen ein absoluter Ekelsport. Vor allem wenn man keine eigene Ausrüstung hat. Ich glaube nicht, dass sich jeder an das Gebot hält: „Don’t pee in the wetsuite“, hat von Euch schonmal jemand geschnorchelt und anschließend darauf geachtet, wieviel Speichel sich im Mundstück des Schnorchels befindet? Ähnliches gilt für das Mundstück des Atemgerätes. Bislang habe ich auch noch nicht mitbekommen, dass die Sachen desinfiziert werden.

Das hatte ich mir anders vorgestellt. Aber dennoch, man taucht in eine völlig andere Welt ab.

Nachdem Tauchgang war dann die übliche Langeweile angesagt. Ich bin heute mal spazieren gegangen und habe den Strand entdeckt. Nicht besonders groß, aber immerhin. Das war keine Tageserfüllende Aufgabe, aber immerhin, ein wenig Newegung schadet nicht. Dann habe ich noch eine spannende Entdeckung gemacht, während ich in einem Restaurant saß und die Zeit vertrödelt habe. Es gibt so eine Art Inselhospitalismus. Auf der Straße bewegen sich die Menschen, wie Tiere die in einem Käfig eingesperrt sind. Touristen wie Einheimische bewegen sich permanent die Straße auf und ab, offensichtlich ohne Ziel. Manche machen das zu Fuß, andere mit Motoroller, einige wenige mit Fahrrad. Autos gibt es hier nur wenige, dafür aber jede Menge Golfautos.

Morgen habe ich keinen Termin, mal sehen wie oft ich die Straße auf und ab gehe. Ich hatte auch kurz darüber nachgedacht mir ein Motorrad zu mieten um die Insel zu erkunden. Das halte ich inzwischen jedoch für überflüssig. So groß ist die Insel nicht.



25. bis 26.10.2010 Inselkoller

27 10 2010

25.10.2010

Langsam bekomme ich einen echten Inselkoller. Utila ist vielleicht ein Tauchparadies, aber ansonsten gibt es hier nichts. Keine schönen Strände und nichts. Im Moment ist auch noch Nebensaison und daher auch nicht viel los. Wenn ich durch die Strassen gehe, treffe ich nur auf bekannte Gesichter.

Heute morgen war erstmal tauchen angesagt. Aber ich musste den Tauchgang abbrechen, weil ich Probleme mit dem Druckausgleich hatte. Die Folge leichte Ohrenschmerzen, welche auch nach dem Tauchgang nicht aufhörten. Von meinem Tauchlehrer habe ich Pillen bekommen, die ich einnehmen soll und ich soll 24 Stunden nicht tauchen. Das passt mir garnicht, da ich die Insel eigentlich ganz gerne schnell wieder verlassen möchte. So verzögert sich die Weiterreise. Dagegen wäre nichts einzuwenden, wenn nicht das Hotelzimmer so stickig wäre und die Insel etwas mehr zu bieten hätte als Tauchreviere. Morgen wird also ein stinklangweiliger Tag. Immerhin habe ich endlich mal eine Wäscherei gefunden, also wird es ab morgen mal wieder frische Wäsche geben, welch Luxus.

Sobald ich den Tauchschein endgültig in den Händen habe, werde ich mich schnellstmöglich vom Acker machen.

26.10.2010

Wie schon angekündigt war der Tag ziemlich lanbgweilig. Ich konnte wegen meiner Ohren nicht tauchen gehen, also bestand der Tag aus Fressen und pennen. Ich habe aber immerhin wieder frische Wäsche. Mit dem Tropensturm ist die Hitze gekommen. Nahezu unerträglich heiss ist es plötzlich geworden. Kaum ein schattiges Örtchen auszumachen. Per Hand wasche ich noch die Klamotten, die ich seit ungefähr drei Tagen am Körper trage. Dabei läuft der Schweiß wie ein Wasserfall an mir herab, immerhin, nach kurzer Zeit sind die Sachen getrocknet und ich nehme gegen Mittag meine zweite Dusche und genieße die frische Kleidung an meinem sauberen Körper.

Gegen Mittag gehe ich zum Strand, hierfür muss man ein gutes Stück zurücklegen. Als ich mich für den Rückweg entscheide komme ich an einer kleinen Bar vorbei. Nahezu überschwinglich werde ich von Kristina und Shayna begrüßte. Wir gehen gemeinsam Essen und eins zwei Bierchen trinken. Das wars dann auch schon für heute. In meinem vier Bettzimmer bin ich morgens noch alleine, abends ist das komplette Zimmer belegt, natürlich mit irgendwelchen Chaoten, die ihre Klamotten rücksichtslos im gesamten Zimmer verteilen. Schade eigentlich. Denn heute hat die andere Chaotengruppe das Hostel verlassen, so das sich alle auf Ruhe gefreut haben. Es gibt Menschen, die sind nicht zum Dormleben geschaffen. Das einzige positive was man den Chaoten, welche heute morgen das Hostel verlassen haben nachsagen kann. Sie haben die Zimmer so verwüstet, dass kaum zu übersehen ist, dass die Bettwäsche benutzt wurde, also wird das Personal sie wohl wechseln müssen.



19. bis 23.10.2010 Adios Guatemala Buenos Dias Honduras und wie ich Fisch wurde

24 10 2010

19.10.2010 Abhauen

Gestern Abend habe ich Inge aus den Niederlanden kennengelernt. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden, Inge gefällt Livingston nicht und möchte gleich am nächsten Tag nach Hoduras weiterziehen. Sie hat noch Cathrine aus Texas im Schlepptau also wird ausgemacht, am nächsten Tag um 5 Uhr auf zu stehen um das erste Boot zu erwischen.

Am Vorabend habe ich dann meine Rechnung gezahlt, da ich inzwischen schon recht lange in Livingston bin und auch in dieser einen Unterkunft werde ich gebührend verabschiedet, die Rechnung fällt niedriger aus als gedacht. Kristina und Shayna fallen mir in den Arm und bitten mich noch zu bleiben. Selbst Mack ein junger Draufgänger aus Californien will meine Emailadresse haben. Aber alles gezehter nutzt nichts. Ich habe seriöse Reisepartner gefunden und das ist was zählt. Die Jungspunde sind nicht meine Kragenweite, ich trinke auch keinen Beerbong in Upsitedown Position.

Also gehts früh ins Bett, schließlich bimmelt am nächsten Tag der Wecker um 5 Uhr. Mit schlafen ist aber nicht viel. Eine Mitbewohnerin tippt auf ihrem Laptop, das geht natürlich nur im Bett und natürlich nur mit voller Beleuchtung. Richtig sauer werde ich aber, als sie den Raum verlässt ohne das Licht auszuschalten. Gegen 1 Uhr kommt die halbe Belegschaft völlig besoffen zurück und schafft es natürlich nicht ohne Lärm ins Bett zu gehen. Insgesamt der schlimmste Abend in dieser Unterkunft.

Sei es drum, ich stehe um 5 Uhr auf, Inge und ich gehen noch schnell Rucksäcke packen, ein wenig Körperpflege betreiben und pünktlich um 5:40 Uhr gehts Richtung Anlegestelle, wo wir sogar noch ein kleines Frühstück ergattern. Irgendwann trudelt dann noch Cathrine am Bootsanleger ein und wir sind zu dritt. Dann gehts mit dem Boot erstmal nach Puerto Barrios, von wo aus Früchte in die ganze Welt verschifft werden. Dort angekommen gibt’s einen Shuttlebus bis kurz zur Grenze, schnell bei der guatemaltekischen Immigration rein, Ausreisestempel abhohlen, dann weiter. Irgendwann müssen wir wieder auf ein Boot umsteigen, da die Brücke am Grenzfluss kaputt ist. Auf der anderen Seite der Brücke wartet erneut ein Shuttle auf uns. Der bringt uns zur Einreisebehörde von Honduras. Aber vorher erfolgt noch das übliche Spiel. Wir werden von Geldwechslern belagert. Ich habe mein Budget extra klein gehalten um möglichst wenig Verlust beim Umtauschen zu haben. Also wird nicht viel verhandelt. Ich mein letztes Geld ausgehändigt und erhalte die neue Währung. Von nun an wird in Lempiras bezahlt. Für 255 Quetzales erhalte ich 510 Lempiraz ohne zu wissen ob ich dabei beschissen wurde oder nicht. Beschiss ist aber das was folgt. Ich warte auf meine beiden Mädels, die etwas länger brauchen um den Wechsel zu machen, plötzlich meint der Typ bei dem ich Geld gewechselt habe, dass ich ihm noch 255 Quetzales schulde. Ich lasse mich garnicht erst auf eine Diskussion ein und mache mich vom Acker, nachdem ich erklärt habe, dass ich alles gezahlt hätte. Was ein A****. Bei der Grenze geht dann alles locker über die Bühne. Ich bekomme einen weiteren Stempel und noch eine Karte des Landes als Willkommensgeschenk. Also es gibt nette Menschen in Honduras. Vom Grenzer erfahre ich dann auch, dass die Busse nur einige Meter weit entfernt sind. Die Mädels haben einen Taxifahrer gefragt, der natürlich der Meinung war, dass die Strecke zu Fuß nicht zu bewältigen sei. Dann gehts weiter mit dem sogenannten Chickenbus. Eigentlich recht komfortabel. Diese Etappe endet in Puerto Cortes, dort steigen wir um in einen sogenannten Expressbus. Hört sich gut an, ist aber für Rucksackreisende nicht zu empfehlen. Es fehlt einfach Lagerfläche. So muss ich die ganze Fahrt bis San Pedro Sula mit meinem schweren Rucksack auf dem Schoss verbringen, den kleinen im Beinbereich, so dass ich mich kaum bewegen kann, nach ein paar Minuten spüre ich dann auch kaum noch etwas in den Beinen. Eine Tortur ersten Ranges. In San Pedro Sula wird dann erneut umgestiegen. In einen Bus, der in Mexiko wohl unter er Kategorie Clase Economia fahren würde. Aber hier eher ein erste Klasse Buss ist. Immerhin, es gibt Sitzplatzreservierung und einen Kofferraum. Welch Luxus.

Irgendwann kommen wir dann nach Einbruch der Dunkelheit in La Ceiba an. Wir nehmen uns ein Taxi und lassen und gleich in ein ausgewähltes Hotel bringen. Inga und ich entscheiden uns ein Doppelzimmer zu teilen. Ist genau so teuer wie Dorm und wir wollen morgen ohnehin gleich weiter auf die Insel Utila. Cathrine besteht auf ein Einzelzimmer, weil sie von unterwegs arbeitet. ungefähr 12 Stunden Fahrt sitzen uns in den Knochen.

Nach dem das Zimmer bezogen ist, gehen wir essen. Dumm. Ich kalkuliere alles genau, da ich nur noch wenig Geld habe. Ich vergesse jedoch die Servicepauschale einzurechnen. Also muss ich mir noch einen Lempiraz von den Mädels leihen. Diese sind auch knapp bei Kasse, also entscheiden wir uns noch heute einen Geldautomaten aufzusuchen. Diesen finden wir dann auch nach reichlich suchen. Eigentlich haben uns ja alle abgeraten. Unserer Herbergsmutter meinte, wir wären zu dritt und weißt auf mich und meint, mit einem so großen kräftigen Mann würde uns nichts passieren. Der Geldautomat wird von einigen, wenig vertrauensvollen Personen umlagert. Meine Strategie, jeden Einzelnen so lange anstarren, bis er kapiert, ich wurde erkannt. Einer kommt dann auch auf uns zu und bettelt uns an. Nach einer Weile hört er dann aber auf zu Nerven. Wir nehmen ein Taxi zurück zum Hotel und ich bin froh, dass nichts weiter passiert ist. Die Mädels haben scheinbar nicht bemerkt in was für einer dunklen Ecke wir gelandet sind. Überall auf der Straße standen Personen, die nach potentiellen Opfern ausschau halten. Inge fragt sogar eine Prostituierte nach dem Weg zum Geldautomaten, ohne es bemerkt zu haben dass wir uns im Rotlichtviertel befinden. Sie kommt aus Amsterdam, da sieht man sofort wo das Rotlichtviertel anfängt. Hier nicht!

Aber egal, ist ja alles gut gegangen. Ärgerlich, dass ich umgerechnet nur 80 Euro erhalte. Damit komme ich nicht lange über die Runden, also werde ich diese Tour die nächsten Tage wieder mitmachen müssen.

20.10.2010 Übersetzen

Heute geht’s dann auf die Insel Utila, eigentlich kann man hier nur tauchen. Die Bay Islands von Honduras gelten als eines der besten Taureviere der Welt um eine Taucherlizens zu erwerben. Genau das haben wir vor. Inge ist noch etwas zögerlich. Ich entscheide mich gleich nach einer sehr ausführlichen Erklärung was uns in den nächsten Tagen erwartet. Um die Open Water Lizens zu erlangen werden hier 4,5 Tage anvisiert. Das Programm scheint gut aufgebaut zu sein, hier ist man auch bemüht nicht innerhalb einer kurzen Zeit die Lizens zu vergeben, sondern es soll ein guter Mix aus Spass und Lernen sein. Mal sehen, es sind wohl noch 6 weitere Person in unserer Gruppe, also auch wieder eine ganz gute Möglichkeit mit anderen in Kontakt zu kommen.

Für den kompletten Kurs zahle ich 260 US$ inklusive Unterkunft. Das Zimmer teile ich mir wieder mit Inge. Cathrine besteht wieder auf ein Einzelzimmer. Überhaupt ist sie ein wenig schnippig und längst nicht so sympthaisch wie Inge.

21.10.2010 Abtauchen

Heute stand abtauchen auf dem Programm. Erstmalig ging es mit voller Ausrüstung unter Wasser. Allerdings noch kein Tauchen und auch nicht tief. Das Wasser wurde so ausgewählt, dass unsere Köpfe mit Wasser bedeckt sind, so dass wir jederzeit wieder mit dem Kopf aus dem Wasser kommen. Es stehen Übungen an wie: Brille ausziehen und wieder anziehen, Wasser aus der Brille blasen und vieles mehr. Jedem wird ein Tauchbuddy zugeteilt. In unserem Kurs sind vier Personen und mir wird Cathrine zugeteilt. Allerdings stellt sie sich ein bisschen dämlich an und wird separiert.

Zu anderen Dingen als Tauchunterricht bleibt keine Zeit. Die Theorie nimmt viel Zeit in Anspruch.

22.10.2010 Zuwachs

Also, an erster Stelle muss ich mich heute mal entschuldigen. Ich habe mir fest vorgenommen meiner Schwester zum Geburtstag zu gratulieren, dies ließ sich nicht verwirklichen. Grund war, dass ich zwar einen Wifi Zugang habe, aber heute gab es Stromausfall. An dieser Stelle nahträglichen Glückwunsch zum Genburtstag. Darüber hinaus möchte ich Katharin und Johannes als neue Erdenbürer begrüßen, Petra und Henning zu ihrem Wurf beglückwünschen. Ich habe es ziemlich zeitnah mitbekommen. Wenn die Technik es zulässt, werde ich mal durchtelefonieren.

Inge hat sich heute morgen lautlos verabschiedet. Ich habe bis spät in die Nacht Tauchtheorie studiert, heute morgen ist Inge verschwunden ohne dass ich es mitbekommen habe.

Inzwischen habe ich 4/5 der Tauchtheorie bestanden und auch alle praktischen Übungen gemeistert. Morgen gibts nochmal einen Theorietest, gleich muss ich noch den letzten Film angucken und heute Nacht das fünfte Kapitel über Tauchtehorie paucken. Spass ist was anderes.

Heute ging es erstmals richtig unter Wasser. Zwar noch nicht zum richtigen tauchen, sondern um Übungen zu praktizieren. Darunter sind so Übungen wie unter Waser die Taucherbrille und die Tauchweste ausziehen, wieder anziehen, mit der Atmung die Höhe kontrollien und vieles mehr. Erstmalig unter Wasser habe ich mich etwas mulmig gefühlt, zumal ich nict gleich den Druckausgliech hinbekommen habe und ordentlich Druck auf den Ohrern verspürt habe. Nach einer Weile hat man sich jedoch an die neue Situation gewöhnt. Insgesamt eine super Erfahrung. Ich bin froh, dass ich mich für den Kurs entschieden habe. Anstrengend ist er dennoch. Ich verstehe im Unterricht nur die Hälfte und muss wirklich alles nachlesen um es richtig zu verstehen. Alles geht auch in rasendem Tempo voran. Ich komme teilweise nicht zum Essen, ganz zu schweigen, von meiner Wäsche, die dringend mal gewaschen werden müsste. Es bleibt einfach keine Zeit sie weg zu bringen.

Zwischenzeitlich hatte ich kurz den Eindruck, dass ich die alle meine Reisebekanntschaften abgehängt habe. Dem ist mitnichten so. Heute lief mir Vincent über den Weg, dann noch zwei Mädels aus Schweden, die ich in Tulum getroffen hatte und heute in der Tauchschule liefen mir zwei Schweizer über den Weg die ich in Livingston kennengelernt habe. Es bleibt also familiär und übersichtlich.

Ich freue mich schon darauf, dass ich morgen meine Open Water Diving Lizens in der Tasche haben werde. Danach gibt’s noch einen Abschlusstauchgang, so dass ich danach mal ausspannen kann. Die letzten Tage stecken mir ziemlich in den Knochen.

23.10.2010 Aufatmen

So liebe Leser, seit heute darf ich mich offiziel Padi Scuba Diver nennen. Ich habe die Prüfung bestanden. Am schlechtesten von allen. Aber mit 84 Prozent auch nicht übel. Zugegeben, ich habe ein wenig geschummelt. Cathrine war vor mir fertig, ihr Wisch wurde gerade korrigiert, da habe ich noch einige Verbesserungen durchgeführt. Aber auch nur bei eins zwei Fragen. Danach wurde mir noch ein bisschen was erklärt und ich glaube, dass ich nun das wichtigeste bestanden habe.

Wegen der Stürme wurde unsere heutigen Tauchgänge abgebrochen. Saftey First. Das kam mir sogar in gewisser Hinsicht entgegen. Denn Treffpunkt war 6:45 Uhr. So konnte ich mal ausschlafen, das kam definitiv zu kurz in den letzten Tagen. Außerdem konnte ich noch ein bisschen für die Prüfung üben, die nach der letzten Theorieeinheit stattfand.

Außerdem, so dachte ich mir, kann ich mal meine Schmutzwäsche in die Wäschereibringen. Hmm, daraus wurde nichts. Es gibt zwar mehrere Wäschereien auf der Insel, aber nur eine mit Trockner. Da es hier ständig regnet macht alles andere keinen Sinn. Die Wäscherei von Marina (die mit Trockner) war jedoch geschlossen, aus welchem Grund auch immer. Mir wurde gesagt, dass Marina morgen wieder da sein wird, vieleicht auch übermorgen. Hmm, dumm sowas. Denn inzwischen sind alle meine T-Shirts und Unterhosen unbrauchbar. Ziemlich ekelig sowas. Zumal die Mischung Wärme und Regen nicht gerade dafür sorgt, dass die neuen Sachen nicht wieder gleich verschwitzt sind. Dazu noch die viele Zeit am Wasser, wo die Sachen auch ständig feucht werden ohne zu trocknen. Alles sehr unkomfortabel. Aber auch das ist Reisealltag.

Mal sehen ob ich heute Abend noch etwas machen werde. Es ist Samstagabend und eigentlich müsste die erfolgreiche Prüfung begossen werden. Aber da morgen eventuell tauchen ansteht und Taucher sich mit Zechgelagen zurückhalten sollen, werde ich mich daran wohl auch halten.



18.10.2010 Garifuna Leben

19 10 2010

18.10.2010 Heute wollte ich eigentlich garnichts machen. Irgendwann ebtschied ich mich nochmal Geld abzuheben, ich lebe hier auf Rechnung und werde morgen aquschecken. Ein bisschen Geld brauche ich noch für die nächsten Tage, daher dann den Gang zum Geldautomaten angetreten. Kurz vor dem Geldautomaten werde ich von einem Mann angesprochen, der sich als der charmanteste Gangster erweit den man sich vorstellen kann. Er verwickelt mich in ein interessantes Gespräch. Es beginnt damit, dass er mich anspricht, dass ich Livingston zu lieben scheine, weil ich schon länger hier bleibe als die meisten anderen. Aha, ich werde also beobachtet. Er hat mich auch schon einige Male angesprochen. Also, auch er ist mir vertraut. Dann gehts weiter, er sei Musiker und war in Europa Tour, in Deutschland war er im Schwarzwald unterwegs und hat sogar recht detailierte Geographische Kenntniss. Er kennt Flüsse wie die Donau, den Rhein, die Oder und die Neisse kann er benennen und auch über die Städte Mannheim, Heidelberg und Freiburg weiß er bescheid. Hier in Livingston ist er so eine Art Sozialarbeiter. Er führt mich durch das schwarzen Ghetto Livingston, beschwert sich darüber dass die schwarzen hier unterdrückt werden und nicht vom Tourismus partizipieren und kritisiert die Apartheit die hier herrscht. Er führt mich in eine Wohnung in der ältere Damen sitzen mit denen ich mich kurz auf spanisch unterhalte. Wirklich aufschlußreich ist es jedoch nicht. Dann geht’s weiter durch diverse Straßen. Er teilt mir mit, wie fürchterlich die Touristen abgezockt werden und mit welch fiesen Tricks die Schlepper arbeiten. Er, der Sozialarbeiter von Livingston ist da natürlich völlig anders. Er kümmert sich darum, dass die Kinder der alleinerziehenden Mütter nicht ausreichend zu essen bekommen, wenn die Mütter nicht der Prositution nachgehen, wodurch sie aber noch mehr Kinder bekommen. Er hingegen samelt Geld und hat ein Projekt das Kinder ernährt. Herzzerreissend die Geschichte. So richtig glauben tue ich ihm das nicht. Das dumme, ich habe mich auf seine Tour eingelassen. Zum Ende kommt, was kommen muss. Er bringt mich zurück zum Hostel, beschwert sich noch, was dort hinter den Kulissen abgeht. Dann folgt wieder Zuckerbrot, denn ich sei ja ein Mensch mit einer Meinung, einem guten Herz und jemand der kritisch denkt, dazu noch open minded.

Zu beginn sagte er noch, dass er kein Geld bräuchte (für sich), und er auch kein Touristenführer sei, sonder ihm lediglich daran gelegen ist, dass Touristen die Garifuna Kultur verstehen. Ich versteh zwar nach wie vor nichts davon, habe lediglich Häuser gesehen, die aussehen wie alle anderen Häuser auch. Doch jetzt wo die Tour zu Ende ist, kommt die Frage ob ich seine Arbeit unterstützen würde. Hmm, da steht man natürlich da wie der Depp. Zahlt man ist man der Idiot, zahlt man nicht gibts vielleicht noch Ärger. Das dumme ist, ich habe nur noch „große“ Scheine in der Tasche. Also gebe ich ihm 100 Quetzales in die Hand (ca. 9 Euro). Immerhin hat er ja was geboten, auch wenn ich es nicht wollte. Da wir auf dem Weg auch ein bisschen über Religion geredet haben, drücke ich ihm das Geld mit den Worten in die Hand, dass Gott für Gerechtigkeit sorgen wird und blicke ihm dabei tief in die Augen. Wird wohl auch nichts bringen. Wahrscheinlich wird er heute Abend irgendwo völlig besoffen in der Ecke liegen. Aber vielleicht habe ich mich auch getäuscht und ein paar Kinder bekommen was zu essen. Wer weiss das schon.



14. bis 17.10.2010 Welcome to Africa

18 10 2010

14.10. bis 16.16.2010

Eigentlich wollte ich noch ein bisschen in Rio Dulce bleiben, allerdings war das Hostel eine Katastrophe. Das Bett hatte zwar zwei Matrazen, das Spannbettlaken war jedoch viel zu klein, so dass sich die Kanten der Matraze noch oben wölbten. Trotz der zwei Matrazen habe ich jedes Brett des Lattenrostes gespürt, es gab auch viele Moskitos und keine Möglichkeit mein Moskitonetz anzubringen. Da ich nach längerer Suche auch keine Unterkunft gefunden habe die meinen Wünschen gerecht wurde, habe ich mich entschieden Rio Dulce zu verlassen und mit dem Boot nach Livingston zu fahren.

Eigentlich wollte ich auch noch in Guatemala bleiben. Doch meine geografischen Kenntnisse scheinen schlecht zu sein. Die Fahrt ging dann erstmal entlang des Rio Dulce und der dann im karibischen Meer endet. Die Bootsfahrt war schonmal viel versprechend. Es ging mit Vollgas durch einen bewachsenen Canyon, hier und da gab’s auch mal einen kleinen Zwischenstopp. Unter anderem am alten Wehrposten Castillo de San Felipe. Hier wurde in alten Jahren der Lago Izabal vor Piraten geschützt:

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Dann an einer etwas langweiligen Vogelinsel, wo es Reiher un Komorane gab, dann einer mit Seerosen bewachsenen Lagune, wo uns Kinder Muschelketten andrehen wollten:

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Dann an einer heissen Quelle wo man baden gehen durfte, das Wasser war tatsächlich richtig heiss, baden ist jedoch keiner gegangen außerdem stank es an der Quelle recht moderig, dann gings weiter nach Livingston.

Livingston ist die guatemaltikische Hochburg der sogenannten Garifuna. Das sind entlaufene Sklaven, die sich hier angesiedelt haben. Dementsprechen wird man hier mit „Welcome to Africa“ begrüßt. Statt mit „Amigo“ wird man hier mit „My Friend“ und die neuen Freunde sind noch agressiver wenns darum geht einem etwas aufzuschwätzen. Wanna Hotel, Wanna Ganja, Wanna girls usw. Ich gerate an einen Schlepper der sich nicht abwimmeln lässt. Seine Strategie: Er labert einen die ganze Zeit die Backen voll, ich versuche ihm zu verdeutichen, dass ich bereits ein Hotel gebucht habe. Er ist unbeeindruck und labert weiter. als ich am Hotel angekommen bin, erkennt er dies und rennt vor mir rein. Labert irgendwas von „This is Paradise“, „Here you get best Food“. Ich nehme an, damit kann er behaupten, er hätte mich vermittelt um eine Provision abzukassieren.

Das Hotel ist ne Bretterbude. Besser als in Belize City, preislich Okay und von der Hygiene brauchbar. Die Betten sind bequem, eigentlich alles bestens. Nur, hier sind kaum Leute. Also entscheide ich mich, dass ich das Hotel schon am nächsten Tag verlassen werde. Nachdem ich das Zimmer bezogen habe, mache ich mich glauch auf die Suche nach einem anderen Hotel. Wie ich erfahre, steigen die meisten Rucksackreisenden in einem Hostel, etwas außerhalb ab. Ich suche den Laden und werde fündig. Die Entfernung zum „Zentrum“ ist akzeptabel. Anschließend ziehe ich durch die Stadt, Livingston ist nicht wirklich schön, ist aber für sein karibisches Flair bekannt. Also genau das Richtige fürs Wochenende.

Im Hotel treffe ich dann auf drei Britten, die nur zwei Wochen unterwegs sind und morgen weiter fahren. Wir gehen essen und anschließend in das Hostel wo ich morgen einkehren möchte. Sort herrscht abends ein geselliges Beisammensein und mein Entschluss hier zu verweilen, verfestigt sich. Irgendwann gehen wir dann in die Stadt. Die Briten meinen, dass noch irgendwo was los sein müsste. Allerdings macht die Stadt einen recht verschlafenen Eindruck. Wir hören laute Musik, gehen dieser nach und landen in einem Lokal wo gerade gestrichen wird, der Maler hört Musik. Dann werden wir doch noch fündig. Wir landen in einer Art Bar wo mein Schlepper arbeitet. Wir bestellen Bier. Der Schlepper stellt fest, dass es keine Getränke mehr gibt, schwingt sich aufs Rad und fährt Bier holen, nach ca. 20 Minuten kommt er mit der bestellten Menge Bier, keiner kann pasend bezahlen, also muss er wieder los und Geld wechseln.

Vor der Bar sitzen drei Mädels aus USA und Mexiko und trommeln, wir setzen uns dazu. Die Engländer fangen an ihre Bierflaschen als Flöte zu missbrauchen oder die trommeln auf dem Tisch herum. Ich will auch einen Beitrag leisten, zumal inzwischen eine weitere dunkelhäutige Frau dazugekommen ist und alle zum mitmachen auffordert. Ich will durch rythmische Achselfurzgeräusche einen Beitrag leisten. Hmm. Die Engländer lachen und haben Spaß, die Hippiemädels jedoch sind beleidigt und werden schnippig. Hmm, dann eben nicht. Ich unterhalte mich dann mit dem Schlepper. Er spricht ein bisschen deutsch. Der Grund, er hat einige Jahre in Düsseldorf Garrath gelebt und dort auch Nachkömmlinge hinterlassen.

Irgendwann reicht es uns und wir gehen zurück ins Hotel. Insgesamt ein lustiger Tag.

15.10. Hotelwechsel

Morgens schlafe ich erstmal aus und wechsel das Hotel. Als Grund gebe ich an, dass ich in einem anderen Hotel Freunde getroffen habe und mich dazu entschieden habe zu ihnen zu ziehen. In gewissen weise stimmt das sogar. Im Hostel angekommen bekomme ich das letzte Bett. Glück gehabt. Nichtmal das schlechteste. Dort vetrödel ich mehr oder weniger den Tag. Was auch ganz nett ist, zumal man hier viele Leute antrifft.

16.10 Playa Blanca

Heute schließe ich mich einer dreier Grupper Idraelis an. Sie sind nint besonders kommunikativ, aber auch nicht unfreundlich. Wr fahren zunächst mit dem Boot zu den berühmten Siete Altares (sieben Altäre) dabei handelt es sich um einen relativ berühmten Wasserfall mit natürlichen Pools. Beschaulicher als Semuc Champey und nicht so spektakulär. Aber schön gelegen. Allerdings sind die Pools zimlich ausgetrocknet, so dass ich Bilder liefern kann, die nicht jeder macht. Nämlich von den ausgewaschenen Felsen:

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Hier ist noch Wasser, hinten seht ihr eine natürliche Wasserrutsche über die normalerweise Wasser fließt.

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Ausgewaschene Felsen.

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Dann geht’s weiter zum Playa Blanca, wo ich den Rest des Tages verbringe. Netter Platzt zum Tag vertrödeln. Die Hängematte hier war schlecht, das karibiche Maß (Kokosnusmilch mit Rum direkt aus der Nuss). Ingesamt ein recht entspannert Tag.

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Gute Aussicht.

Abends gibts dann lecker Buffet mit geselligen Beidammensein. Beim Essen tauchen Evo und Angela aus den Niederlanden ein, ein nettes Pärchen ungefähr in meinem Alter, sie haben noch 6 Wochen vor sich und 11,5 Monate hinter sich. Also genau umgekehrt zu mir.

17.10.2010 Tiger Höhle

Heute geht’s mit Shayna und Kristina aus Kanada auf der Ladefläche eines Pick Up’s zunächst ins Mayadorf Tantin, in der Nähe von Livingston. Wir betreten, dass Jugendzentrum des Ortes, eine Bretterbude, immerhin mit Betonbuden. Dort lauschen wir drei Xylophonspielern zu, es wird Marimba gespielt. Drei Mann stehen an einem Xylophon. Einer bedient den Bass, dies geschiet meist mit zwei Knlöpeln pro spieler. Dan gint es noch einen der die Mitteltöne bedient, er spielt mit 2 Klöppeln pro Hand und dann noch ein alter Sack, der am erfahrensten ist, er ist der Solist.

Anschließend dürfen wir uns probieren, aber so richtig gut klingt das nicht.

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Shayna, Kristina und ich. Der neue Stern am Marimbahimmel?

Das Mayadorf wirkt auf mich ein bisschen bedrückend. Überall arme Hütten in denen sich recht ärmliche Menschen aufhaltn, diese wiederum machen aber einen glücklichen Eindruck. Bei der Behausung handelt es sich weitesgehend um Bretterbuden mit Lehmboden, überall laufen Hunde, Hühner und Truthähne herum. Neben dem Jugenzentrum gibt es eine evangelische Kirche, eine Schule bis zur sechsten Klasse und natürlich einen Fußballplatz, sowie einen Laden in dem unter anderen Pokale für spontane Fußballturniere angeboten werden. Das war es dann auch. Im Ort leben 59 Familien und ca. 400 Personen.

Wir werden von einem Haus ins nächste geführt und überall werden uns die gleichen Souveniers angeboten. Ich habe permanent den Eindruck, dass ich die Privatsphäre der Menschen hier verletzte, aber der Guide fordert uns auf, die Gebäude zu betreten. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sich die Dinge hier verdrehen. Wir scheinen die Attraktion zu sein und nicht umgekehrt. Das Ganze Dorf ist eine einzige gewachsene Gemeinde und die Gemeinde hat wohl vor einiger Zeit entschieden auch etwas am Tourismus verdienen zu wollen.

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So lebt man in Tantin

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Hier gehen die Kinder zur Schule.

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Blick auf den Dorfladen (erstes Haus) von Fußballplatz.

Anschließend gehen wir durch den Urwald zur Tiegerhöhle. Hier gibt es ein Mayaritual. Das muss man sich so vorstellen. Ein Mann kommt, nicht besondersd verkleidet, sondern so, wie die Männer hier immer herumlaufen (ohne Tracht, meist in Jeans mit T-Shirt und einer Baseballkappe) und zündet ein paar Kerze an, entzündet Räucherwerk, stammelt ein paar unverständliche Worte, die uns schützen sollen, dann geht herab in die Höhle, wieder ein Stückchen schwimmen und die Aussiecht genießen. Teilweise ein ziemliches gekletter. Aber es passiert keinen Was, immerhin wurden wir ja gesegnet.

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Höhleneingang von innen fotografiert.

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Dahinter gings dann fast im dunklen weiter.

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In dunkeln ist gut munkeln. Höhlenmenschen unter sich.



13.10.2010 Xela Adios

18 10 2010

Xela war mal wieder ein längerer Aufenthalt. Heute morgen bin ich um 2:45 Uhr aufgestanden um pünktlich fürs Taxi fertig zu sein, dies war für 3:30 Uhr bestellt mein erste Klasse Bus sollte um 4:15 Uhr fahren. Mas o menos versteht sich. Aufstehen fiel mir erstaunlich leicht. Auch das Taxi war pünktlich, allerdings war das Hostel verrammelt und ich kam nicht raus. Dabei hatte ich gestern beim bezahlen bescheid gegeben. Der Taxifahrer ist geduldig und bimmelt den Hostelchef aus dem Bett. Irgendwann steht er völlig verpennt im Flur und fragt als erstes ob ich auch bezahlt hätte. Claro que si senor, ayer despues mi ultima cerveza. Er blättert in den Unterlagen, will nochmal meinen Reisepass sehen. Irgendwann lässt er mich gehen. Das Taxi fährt in eine dunkle Ecke der Stadt, auf Anhieb erkenne ich nichts, was auf einen Busterminal hinweisst direkt hinter uns steht ein weiterer Wagen und hat das Licht an. Mir kommt das etwas komisch vor und ich warte ein bisschen im Taxi um die Situation besser einschätzen zu können. Als ich sehe, dass eine junge Frau mit zwei Koffern das Auto verlässt und sich wartend hinstellt bion ich beruhigt. Der Taxifahrer zeigt Verständnis.

Der Busterminal hat noch nicht auf, ich bin zu früh. Also warten. Irgendwann fährt ein Polizeiauto durch die Straße gibt Signale und der Typ vom Busterminal kommt um die Ecke und schließt das Büro zum Terminal auf. Es fährt der Bus vor. Einfach in den Bus einsteigen geht nicht. Erstmal wird der große Rucksack abgenommen, man bekommt ein Nümmerchen in die Hand gedrückt und der Rucksack verschwindet in den Bus. Kenne ich schon aus Mexiko. Dann will ich in den Bus. Davor ist erstmal Sicherheitscheck angesagt. Alle Taschen werden mehr oder weniger gründlich durchsucht, die Passagiere werden abgetastet. Dann erst darf man in den Bus.

Zunächst gehts nach Guatemala Ciudad. Der Bus fährt gegen 4:30 Uhr los und kommt gegen 8:30 Uhr in Gatemala an. Guatemala ist ein nettes Städtchen, das fällt einem gleich auf. Erst kommen Wellblechhütten, zwischen denen sich auch mal ne Müllkippe befindet, dann kommen notdürftig erstellte Hütten aus Stein und irgendwann richtige Häuser. Je mehr man in die Innenstadt kommt, umso mehr merkt man wie sehr die Bewohner ihre Häuser lieben, die Dächer sind mit Natodraht gesichert, überall stehen bewaffnete herum und wenn man einkaufen will, läuft der Handel fast ausschließlich durch Gitterstäbe. Fester ohne Gitter sucht man vergebens. Irgendwann komme ich dann am Busterminal an. Ich muss gut eine Stunde warten um den nächsten Bus zu bekommen. Die Zeit vertreibt einem der Fernseher. Seit gestern gibt es nur noch ein Ereignis, die Rettung der verschütteten Bergleute in Chile. Ich sehe wie Guido Westerwelle und Paparazi Benni kluge Worte vom Stapel lassen. Kann sie jedoch nicht verstehen, da der Fernseh zu leise, die Geräuschkulisse zu laut und dann noch synchronisiert. Aber ehrlich gesagt, es interessiert mich nicht wirklich. Irgendwann rechtzeitig wird mir mein Rucksack abgenommen und ich erhalte wieder ein Nümmerchen. Spitze, es bleibt noch Zeit für ein überteuertes schlechtes Sandwich und einen schlechten Kaffee und wie schön, Zeit um Pippi machen zu gehen.

Dann kommt einchecken Teil zwei. Ich befinde mich in einer der berüchtigsten Städte der Welt, doch wenn man hier erste Klasse reist gilt Saftey first. Ähnliches Ritual wie in Xela. Doch diesmal wie am Flughafen, ich muss alles metallische abgeben, meine Mütze ausziehen, meinen Reisepass vorlegen, es könnte ja ein anderer auf meinen Namen reisen. Dummerweise haben die Mädels bei der Agentur meinen Nachnamen falsch geschrieben. Also gibts ne Diskussion. Aber keine Ursache, man glaubt mir dann. Anschließend gehts durch ein Piepstor, natürlich piepst es und ich verweise auf meine Schuhe. Ich werde von einem Sicherheitsbeamten abgetastet und darf in den Bus. Hurra, geschafft. Doch die Sicherheitsfanatik geht weiter. Kurz nach dem der Bus losfährt geht erneut ein Sicherheitstyp durch den Bus und versichert sich, dass auch ja alle angeschnallt sind. Das macht er während der ganzen Fahrt mehrmals. Es könnte sich ja jemand abgeschnallt haben.

Ich bin froh als wir die Stadt verlassen. Es gibt einige Gebäude die bewacht sind wie ein Millitärgelände. Dabei befinden sich dort lediglich Supermärkte, Banken oder Juweliere. Irgendwann wirds dann auch wieder schön. Der Bus fährt vorbei an diversen kleinen Obstplantagen. Überwiegend Kokospalmen und Bananenbäumen. Der Bus überholt LKW´s mit der Aufschrift Chiquita, Dole oder Del Monte. Überall am Straßenrand stehen Menschen die auf diese LKW´s warten, mit Mengen an eben diesen Früchten. Irgendwann gegen 15:30 Uhr komme ich dann in Rio Dulce an. Ein kleiner Ort an dem das Leben pulsiert. Der Grund, der Ort Rio Dulce befindet sich an eben diese Fluss der hier vom Lago Izabal, dem größen See Guatemalas in Livingston dann im karibischen Meer endet. Damit ist der Lago Izabal ein beliebter Ort bei Seglern um sich hier vor Huricanes zu schützen. Da noch Huricanesaison ist, ist der See auch voll mit Segelschiffen, die nur darauf warten loszusegeln. Also innerhalb des nächsten Monats.

Nach verlassen des Busses folgt das übliche Ritual. Man wird umschwärmt:

  • Boat Livingston?
  • Information wanted?
  • What do you want?
  • Wanna chicas?
  • wanna chicos?
  • Ganja, Coca?
  • usw.

Nö, ich will meine Ruhe. Schluss, Ende, Aus.

Das Hostel wo ich hin will befindet sich gleich dort wo der Bus hält. Also wozu ein Schlepper?

Ich also zum Hostel Bruno´s. Eigentlich ein Drecksloch. Aber es hat einen riesigen Vorteil. Das Hostel befindet sich direkt am See und hat diverse Anlegestellen, hier gibt es alles was der Rucksackreidense braucht, darüber hinaus aber auch alles was das Seglerherz begehrt. Dort angekommen werde ich gleich von Lee angesprochen. Sein Boot liegt hier an und er wartet darauf, dass die Huricanesaison zu Ende geht. Dann will er weiter ich Richtung Bahamas. Falsche Richtung, aber immerhin, man kommt schnell in Kontakt. Lee und seine Frau nutzen die Zeit um Guatemala zu erkunden. Das habe ich ja hinter mir und kann gleich ein paar Tipps geben. Die Option hier eine Mitsegelgelegenheit zu finden, lässt mich das schlechte Dorm vergessen. Mal sehen ob sich eine Möglichkeit auftut.

Hier die Bilder des Tages (Boote warten auf das Ende der Huricane Saison):

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12.10.2010 Ausspannen in Xela

13 10 2010

Nach der harten Tour von gestern war erstmal ausspannen angesagt. Außerdem will das weitere Vorkommen geplant werden. Also was liegt da näher als erstmal im Bett mit Netbook und schneller Internetverbindung den Lindenstraßen Rückstand aufzuholen. Seit letzter Nacht bin ich wieder alleine im Zimmer und somit stört es keinen. Heute gibt es auch wieder Fußball. Deutschland gegen Kasachstan außerdem noch England gegen Montenegro und weitere Spiele. Also kann ich meine geschundenen Knie noch etwas schonen. Nach dem üppigen Frühstück zieht es mich dann erstmal nach draußen. Wer rastete der rostet! Also wieder durch die Stadt spaziert. Ich musste auch mal wieder Geld abheben, was sich als schwierig erwies, da die meisten Automaten keine ausländischen Karten akzeptieren. Letztlich bekomme ich doch Geld und erfahre von einem freundlichen Bankangestellten der mir hilft, dass ich nur einen Fehler gemacht habe. Geldabheben ist immer ein kleines Abenteuer, da man den Automaten in Windeseile bedienen muss, sonst wird aus Sicherheitsgründen der Vorgang abgebrochen wird. Sowohl mit dem Englisch wie auch mit dem Spanisch der Automaten komme ich nicht so ganz zurecht. Aber letztlich klappts dann doch wenn einen netten bewaffneten Menschen oder einen Bankangestellten freundlich fragt.

Dann bummel ich weiter, finde einen Laden der Zigarren anbietet und kaufe mir den Luxus des Tages. Anschließend geht’s wieder in Hostel und ich kaufe mir die Bustickets nach Rio Dulce wo ich als nächstes hinreisen werde. Nach Monterrico sind die Busverbindungen recht kompliziert, außerdem zieht es mich auch langsam in Richtung Hondura. Allerdings will ich Guatemala nicht ohne Rio Dulce Tour und Livingston verlassen. Pazifikküste hebe ich mir dann für später auf. Die Busverbindung ist aber auch nicht ohne. Ich werde nächste Nacht erstmal um 3:30 Uhr mit dem Taxi abgeholt, dass bringt mich zum Busterminal Dorado (Premiumklasse) in Xela, dann gehts um 4:15 weiter nach Guatemala City (Gangsterhochburg) von dortaus gehts dann mit der Premiumklasse weiter Richtung Rio Dulce. Wird wohl eine 12 Stunden Fahrt.

Anschließend gibts dann Fußball. Das Deutschlandspiel verpasse ich jedoch. Lediglich die Tore und das Ergebnis bekomme ich zu sehen. Gewonnen und schöne Tore, was will man mehr. Außerdem bewundern die Tommies hier die Deutschen, was will man mehr. Nach dem langweiligen Spiel gehe ich ins örtliche Museum. Son Museum habe ich noch nicht gesehen. Nicht schön aber originell. Es gibt diverse Urkunden, runtergekommen veraltete Waffen zu sehen, aber auch diverse Pokale von unterschiedlichen sportlichen Disziplinen, alles ziemlich zusammenhanglos in gammeligen Vitrinen die auch nicht schön gestaltet sind betrachte werden. Auf dem Flur stehen dann alte ausrangierte Computer die wohl mal irgendwann in der Stadtverwaltung gestanden haben, direkt neben viel Tonkeramik auf Mayazeiten. Außerdem gibts noch diverse Tiere zu betrachten. Ausgestopft und vergammelt, dazu noch eine Einmachgläser mit Tierphöten. In einem anderen Raum sind unterschiedliche Samen von Pflanzen zu sehen und was aus diesen hergestellt werden kann. Zum Beispiel, dass man aus Mais Popcorn machen kann. Im gleichen Raum befinden sich auch auch Kästen mir diversen Gesteinen und deren Nutzen für die Menschheit. Das Museum hat irgendwie den Charm eines halbwegs aufgeräumten Messiewohnung. Der Eintritt für Ausländer betrug 6 Quetzales, einen Betrag, den man eigentlich nicht in Euro umrechnen kann. Von daher auf alle Fälle ein Besuch wert, schon wegen des eigentümlichen Charmes dieses Museums.

Anschließend bummel ich durch die Markthalle um mir einen Fressstand zu suchen. Diese sind aber schon alle abgebaut. Aber draußen werde ich fündig. Als kleinen Appetizer gibt’s einen leckeren Taco, ein paar Schritte weiter werde ich fündig. Auf dem Markt habe ich überall Würste gesehen. So eine will ich essen. An dem Fressstand der mir ins Auge sticht werd ich fündig. Die Zubereitung ist ungewohnt. Die Wurst wird aufgeschnitten und auf dem Grill zubereitet. Alles zichst und funkelt, die Wurst oder das was übrig bleibt wird richtig heiss angebraten und dass auch nicht kurz, also keine Keime im essen. Die Wurst wird mit einer halben Kartoffel, Bohnenmus und Tortillas serviert. Endlich mal was anderes als Hähnchen. Das ganze super lecker und Spottbillig, so wie mein Appetizer.

Meine Knie sind inzwischen wieder fit. Ich sitze mit ein paar jungen Engländern zusammen und genieße meine Zigarre, plötzlich kommt einer aus dem Zimmer runter und ist etwas ratlos. In deren Zimmer hat sich ein Mitbewohner eingenistet, der dort kein Bleiberecht hat.

Das Bild des Tages:

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Eine Fledermaus hat sich an die Stromleitung gehängt und verharrt dort. Auch die vielen Blitzlichter und die Beleuchtung durch Taschenlampen vertreiben das Tier nicht. Also muss der Barkeeper kommen und das Tier mit einem Handtuch einfangen. Er wird zum Held des Tages gekürt.

Anschließend ist packen angesagt. Ich bin hier ja viel länger geblieben als gedacht, dabei ist meine Rucksackordnund völlig durcheinander geraten, außerdem ist fast meine komplette Garderobe frisch gewaschen, jetzt nur noch Akkus aufladen, mal neue Musik auf mein Handy packen und die lange Busfahrt nach Rio Dulce kann beginnen. Ich habe mich in Xela und hier im Hostel super wohl gefühlt, was an den tollen Gästen, den tollen Erlebnissen und auch dem tollen Personal hier lag. Lediglich die Musik war manchmal nervig. Aber irgendwann will ich auch mal weiter kommen. Selbst wenn es noch einige Dinge gibt die ich hier noch gerne gemacht hätte. Aber man kann nicht alles haben.



09. bis 12.10.2010 Quetzaltenango (Xela)

12 10 2010

Liebe Leserschaft,

Xela ist ein ganz nettes Städtchen. Nicht zu groß, nicht zu klein. Genug Touristen für eine gute Infrastruktur, aber zu wenig um den Ort zu entfremden. So in etwa wird Xela im Lonley Planet beschrieben, der Bibel für Rucksackreisende aus aller Welt, die mich jetzt seit Panajachel begleitet. So bin ich in Xela auch gleich in ein typsiches Lonley Planet Hostel abgestiegen. Die erste Nacht noch alleine im sechs Bett Zimmer, am zweiten Tag bekomme ich dann weitere Reisende zugewiesen. Das Publikum ist hier sehr gemischt. Viele junge Leute, aber auch der eine oder andere in meinem Alter und auch ältere. Da ich einziger Gast im Shuttle nach Xela war, wurde ich direkt vors Hostel gefahren. Super, denn inzwischen war es dunkel geworden. Also stand mal wieder Zimmer beziehen an. Was inzwischen zur Routine geworden ist. Betten genau ansehen ob sie sauber sind, dann die Santitäranlagen besichtigen und anschließend einchecken – wenns denn Okay ist. Diesmal passt es auch Anhieb. Günstig, da noch Nebensaison und Desayno (Frühstück) incluido. Meist nichts besonderes, aber okay. Abends geht’s dann gleich zur Sache, schließlich ist ja Freitag. Ich unterhalte mich mit Murrat, einen netten aber recht exztrentischer Typ aus der Türkei. Er weiß, gelinde gesagt gar nichts über Guatemala. Ist aber eifrig dabei Kontakte zu knüpfen unter anderem mit einem Guatemalteken, der hier ist um Menschen für Touren zu überreden. Es kommt ein informativer Austausch zu stande. Wobei Murrat wie ein Local leben will, aber kein Wort spanisch spricht. Außerdem hat er genaue Vorstellungen wie der Ort sein soll an dem er länger verweilt, nämlich so wie der Strand damals in Laos. Hmm, schwierig, schließlich sind wir nicht in Laos. Aber insgesamt ein netter Abend nicht zuletzt deswegen, weil die charmante türkischstämmige Barkeeperin von Murrat angenervt ist und sich daher lieber mit mir unterhält.

Am Samstag gehe ich nach einen super Frühstück erstmal die Stadt inspizieren. Grundsätzlich wie die meisten Städte in Mittelamerika. Es gibt einen hübschen Hauptplatz an dem sich das Leben abspielt, dann gibt es noch eine große Kirche und ansonsten befinden sich hier viele Banken (welche wo man sitzen kann und welche wo es Geld gibt). Das wars dann auch schon. Aber irgendwie hebt sich dieser Platz ein wenig von anderen Stadtzentren ab. Achja, die Kirche ist etwas anders gebaut. Sie hat nicht die typischen zwei Türme, sondern viele Kuppeln. Außerdem ist hier gerade sone Art Kirmes und der Hauptplatz ist voll mit Fressbuden. Beim inspizieren der Kirche stelle ich fest, dass die Kirche ungewöhnlich voll ist, dafür dass keine Messe stattfindet. Irgendwann stelle ich fest, sie stehen am Beichtstuhl schlange. Hmm, mich beunruhigt das ein wenig, scheint es doch ein eindeutiger Indiz dafür zu sein, dass es hier ne Menge Sünder zu geben scheint. Möglicherweise sollte ich den Warnungen des Auswaertigen Amtes mehr Bedeutung schenken.

Das interessanteste in den Kirchen hier finde ich die vielen Tragen die hier herumstehen und bei Prozessionen durch die Gegend getragen werden. Da die Kirche voller mit frommen Menschen ist, verzichte ich aus Pietätsgründen auf Fotos. Aber hier ein Foto von äußen:

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Dann finde ich noch etwas, was ich etwas skuril finde:

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Hier kann man deutsch lernen.

Irgendwann reichts mir dann. Nach dem ich den Rummel inspiziert habe werde ich hungrig. Hier gibts alles, aber heute ist mir nicht nach Rummelfutter, auch wenns lecker aussieht. Ich entscheide mich mal für eine andere Spezialität des Landes. Pollo Camperro, eine guatemaltekische Version von Kentucky Fried Chicken. Hier gibt es alles was der Hähnchenfreund begehrt. Anstelle von Coca Cola gibts hier ländesüblich Pepsi Cola. Ich entscheide mich für irgendeine Spezilität dessen Namen ich mir nicht merken konnte als Combo so heissen hier die Menüs. Es gibt dazu Papa Frito (Pommes), wahlweise Pepsi, Mirinda oder 7up und zwei Tortillas. Ich muss sagen, völlig überteuert und es schmeckt beschissen. Das Hähnchen ist zäh wie leder, die Pommes sind wie bei Mc Donnalds, sonst gibt hier immer frische Pommes und die Tortillas völlig mehlig. Aber egal, mus man mal probiert haben. Ich werde nicht wieder hingehen.

Anschließend geht’s zurück ins Hostel. Dort läuft Fußball und dies bietet sich wieder mal dazu an Kontakte zu knüpfen. Welches Spiel habe ich vergessen, war aber auch langweilig. Aber nette Unterhaltungen kommen zu stande. Plötzlich stehen Erez und Shiran aus Isreal im Raum. Ich habe dieses sympathische Päarchen auf einer Busfahrt kennen gelernt. Sie sind gerade dabei alle gängigen Hostels abzuklappern und nach Leuten für einen Ausflug zu Vulkan Santa Maria zu suchen. Da bin ich natürlich dabei und sage zu Leute aus meinem Hostel anzusprechen. Also erstmal die Fußballfraktion abgeklappert. Zack, Vincent aus Australien sagt zu und will seinen Aufenthalt noch um einen Tag verlängern. Die Tussis hier frage ich garnicht erst, wer mit hochhakigen Damenstiefel rumläuft scheint mir ungeeignet. Abends kommt dann Sandfort auf mein Zimmer. Ein 60 jährige Kanadier der viel unterwegs war und inzwischen ein bisschen in Australien arbeitet, den großteil seiner Arbeit jedoch am Laptop von unterwegs erledigt und ansonsten von seinen Ersparnissen lebt. Auch er sagt zu. Wir brauchen mindestens vier, darunter findet keine Tour statt. Die haben wir ja nun. Murrat möchte zwar gerne, hat sich aber gerade zu einem Spanischkurs angemeldet und kann daher nicht. Schade. Aber egal. wir brauchen vier Personen und die haben wir jetzt. Ich die beiden also gleich angemailt, inzwischen habe ich auch das erste Angebot eingeholt. Etwas günstiger wirds ab sechs Personen. Aber auch nicht entscheidend. Am Sonntag warte ich dann auf Antwort von den beiden. Die lässt auf sich warten. Sandfort macht sich irgendwann auf und auch Vincent ist verschwunden. Irgendwie komme ich also wieder nicht weg, weil ich zum Organisator ausgesucht wurde. Also gucke ich wieder Fußball. Diesmal gibts die Komplettübertragung von Hannover 96 gegen FC St. Pauli. St. Pauli gewinnt 1:0. Irgendwann kommt dann die Mail, Shiran und Erez sind auf dem Weg zu meinem Hotel und trudeln wenig später ein. Aber meine Anwerbungen sind verschwunden. Erez und Shiran haben zwei Mädel gewinnen können. Also die glorreichen Sieben auf Mission. Klingt nach einer guten Tour. Aber erstmal muss man alle zusammen bekommen. Wir vereinbaren einen Treffpunkt um 4:00 Uhr am Zocalo. Gegen 4:30 Uhr kommen Erez und Shiran, aber alleine, die Mädels sind abgesprungen. Kurzes debattieren, heute noch oder doch lieber Morgen. Shiran hat eine Magenverstimmung und würde daher lieber Montag, Erez unterstützt Shiran, Sandfort und Vincent wollen weiter, mir ist es egal. Also zählen die Argumente. Wir entscheiden uns dazu heute Nacht den Vulkan zu besteigen. Also Agenturen abklappern und Angebote einholen. Ich habe ja bereits eins. Was nun folgt ist einfach unglaublich. Israelis beim feilschen. Erez ist Wortführer und Schiran geht mit Charm ran und fordert nach. Die Konversation erfolgt in etwa so:

Erez: Wir möchten gerne die Nachttour zum Vulkan Santa Maria buchen, wir haben bereits ein gutes Angebot aber uns war Deine Agentur sehr sympathisch. Wir brauchen das beste Angebot. Uns wurde angeboten für 150 (gelogen tatsächlich 160) Quetzales mit einem Frühstück (tatsächlich nur Kaffee und Tee) auf den Vulkan zu kommen. Was kannst Du uns anbieten?

Der Agenturtyp telefoniert ne Weile rum (machen die immer hier um die Tour zu organisieren). Ich kann Euch anbieten 125 Quetzales ohne Frühstück.

Shiran setzt nach, können wir nicht für 150 mit Frühstück, gerne auch 160.

Der Agenturtyp telefoniert wieder rum: Nein, geht nicht, zu spät, das ließe sich jetzt nicht mehr organisieren. Es gäbe aber Kaffe und Tee auf dem Gipfel. Frühstück sei unüblich.

Wir raus aus der Agentur und zu uns ins Hostel, wo sich ebenfalls eine Agentur befindet, die jedoch hat geschlossen, die nette türkischstämmige Barkeeperin zeigt sich jedoch hilfsbereit, wenn auch etwas schnippig. Sie telefoniert rum. Preis also 125 Quetzales, das haben wir, allerdings ohne Frühstück, gerne 150 mit Frühstück.

Die Barkeeperin telefoniert. Antwort: nein, der normale Preis sei 160 ohne Frühstück nur mit Kaffee und Tee. Gerne für 150, aber nicht für 125 Quetzales.

Es folgt eine kurze Diskussion mit allen die nicht mehr nachvollziehbar ist.

Angebot: die im Hostel lebenden können Lunchpakete anstelle Früstück bekommen. Hmm, nicht zufriedenstellend, denn wir befinden uns bei aktuell bei 150 Quetzales und Frühstück steht uns ohnehin zu, dann nach Rückkehr.

Mit Nachdruck: Wir haben aber ein Angebot für 125 ohne Frühstück, bei der und der Agentur und das Frühstück hätten wir ja schließlich schon bezahlt.

Wir entscheiden uns zu gehen. Die Barkepperin kommt hinterher gelaufen. Angebot 125 Quetzales pro Person mit Kaffee und Tee. Nun schlagen wir zu.

Kurz daraufhin geht´s Rucksäcke packen. Wir sollen warme Kleidung mitnehmen, außerdem gutes Schuhwerk, eine Lampe und ausreichend zu trinken. Es sind auf dem Gipfel Temperaturen unter Null angekündigt. Also schnell alles zusammen gepackt und Essen geordert. Aufgrund der anstehenden sportlichen Herausforderung entscheide ich mich für Nudeln und für eine Literflasche Bier um schlafen zu können. Gegen 19:00 Uhr gehts dann ins Bett. Der Wecker klingelt gegen 23:30. Sandfort und ich machen uns schnell fertig. Vincent der auf einem anderen Zimmer liegt muss erst geweckt werden. Unangenehm in einem vollen Schlafsaal. Aber egal.

Irgendwann trudeln alle unten ein. Auch irgendein Typ von der Agentur bei der wir gebucht haben ist vor Ort. Die Abreise verzögert sich un 15 Minuten. Kein Problem. Schließlich trödelt Vincent noch herum. Schließlich kommt er und kurzer Hose und mit T-Shirt und Flip Flops. Ich ihn aufgefordert sich entsprechend zu kleiden. Also zieht er ein dünnes Hemd an, erscheint in Stoffschuhen und in langer dünner Hose. Ich lasse das unkommentiert.

Irgendwann kommt der Bus eingetrudelt. Shiran und Erez sind schon drin, Grund für die Verspätung: Der Bus sei eingeparkt worden und es musste erstmal der Fahrer gefunden werden, was Nacht nicht angenehm und leicht ist.

Auf gehts. Unser Guide heisst Gustavo. Ein 23 jähriger junger Bursche.

Nach kurzer Fahrt kommt der Bus am Ziel an. Dass heisst hier ist keine Autofahrt mehr möglich. Weiter geht’s zu Fuss. Im dunklen geht’s dann steil bergauf. Die Tour die als Full Moon Tour verkauft wurde zeigt einen erstklassigen Sternenhimmel. Jede Menge Sternschnuppen gibts. Shiran wünscht sich den Vollmond. Aber bislang habe ich in Guatemala noch keinen Mond gesehen. Wir sind uns aber einig, dass dies besser ist, da wir so einen viel schöneren Sternenhimmel haben.

Erst geht’s munter bergauf, doch irgendwann kommen erste Ermüdungserscheinungen auf. Sandfort unser Senior stolpert mehr als dass er läuft. Vincent friert sich der Arsch ab und Shirans Magen rebeliert, was dazu führt, dass es eine Zumutung ist hinter hier zu gehen, da sie ständig einen fahren lässt. Gustavo bleibt gelassen. Noch mache ich eine gute Figur und gehe hinter Sandfort her, gebe ihn auch mal einen kleinen Schubs damit er nicht nach hinten umkippt, fordere auch mal die eine oder andere Pause ein nur für Sandfort versteht sich. Vincent will diese jedoch kurz halten, seine Theorie, wer sich bewegt friert nicht. Gustavo und Vincent gehen also stramm vorweg, dahinter humpelt Sandfort von mit geschützt, Shiran und Erez bilden das Schlusslicht, irgendwann schiebt Erez Shiran voran. So geht es eine ganze Weile, bis irgendwann folgendes passiert. Sandfort ist zäh und kommt in Fahrt. Mir hingegen wird richtig übel. Ich kann aber kaum trinken und an Essen ist garnicht zu denken obwohl ich hunger habe. Inzwischen mache ich eine Figur wie Shiran und wir machen ständig Pausen. Sandfort flitzt hinfort und bildet mit Gustavo und Vincent die Spitze. Also zwei dreier Gruppen. Die letzten Meter kämpfe ich nur noch gegen Erschöpfung und Übelkeit an. Inzwischen wird es hell. Wir wollten zu Sonnenaufgang oben sein, mir ist das jedoch vollkommen Wurscht. Irgendwann komme ich dann doch oben an, bevor die Sonne über den umliegenden Hügeln aufgegangen ist. Inzwischen schmerzen meine Knie. Mancher Bergsteiger berichtet ja von Hochgefühlen wenn er nach anstrengendem Aufstieg endlich oben ankommt. Vincent begrüßt mich auf Deutsch mit Guten Tag, Sandfort gratuliert mir, ich erwiedere das kurz, schau mich kurz um und lege mich hin. Ich bin fast zu schlapp zum fotografieren, ich habe ständig den Eindruck kotzen zu müssen, meine Knie brennen wie Sau, trotz erstklassiger Kleidung fröstelt es ein wenig. Erez wird gleich aktiv und sucht nach Feuerholz, wird fündig und schafft es feuchtes Holz anzuzünden, was fürchterlich qualmt und ekelig stinkt, mir wird noch übeler romantische Stimmung will nicht so ganz aufkommen. Das hart verhandelte Frühstück hätte ich nicht runterbekommen, ich würge mir eine Tasse Tee rein. Wasserlöslicher Kaffee wäre jetzt ein äußerst wirkungsvolles Brechmittel.

Aber hier die Bilder des Tages. Vielleicht die am härtsten erarbeiteten in meinem Leben:

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Hier ist es hell, aber die Sonne ist noch nicht ganz aufgegangen.

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Kurz vor Sonnenaufgang gibt´s ne Gaseruption.

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Endlich kommt die Sonne raus. Es wird gleich spürbar wärmer. Welch Segen, die Stimmung steigt ein wenig.

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Im Schatten des Vulkans.

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Gaswolken steigen auf.

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Auch zum Vulkan Santiaguito kann man wandern. Weicheier die sich für diese Tour entscheiden geben damit an, dass er wegen der häufigen Gaserutionen der Gefährlichste sei. Ist aber lächerlich, denn das ist nur eine Ausrede, denn wegen der Temperaturen kann man das Aschehügelchen nicht betreten und somit kommt man nicht mal auf eine Höhe von 2488 meter. Also eher was für Flachlandtiroler.

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Wir hingegen betrachten aus einer Höhe von 3772 metern auf eine beeindruckende Gaseruption des Aschehügels, während unser Guide ein Nickerchen macht.

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Wir befinden uns über der Wolkendecke, übrigens der vierthöchste Berg in Guatemala.

Xela befindet sich übrigens auf einer Höhe von 2335 metern. Unser Ausgangspunkt war ein bisschen höher. Wir haben diesen anstrengenden Aufstieg in 4,5 Stunden geschaft. Durchschnitt sind 4 Stunden. Der Rekord von Gustavo lag angeblich bei 2 Stunden und 40 Minuten.

Wer oben ist, muss auch wieder runterkommen. Es folgt der Abstieg. Ich bin mit meinen nicht eingelaufenen Schuhen, meiner brennenden Knien, nicht zuletzt auch meiner Übelkeit verfluche ich den gerade angefanbgenen Tag, vielleicht sollte ich zur nächsten Beichte. Kurz nach dem uns wieder Bäume umgeben, geht es mir gleich besser. Wahrscheinlich ein Anflug von Höhenkrankheit der ich erlegen bin. Die anderen preschen vor. Weit hinter mir ist Gustavo. Ich warte, weil ich den Weg nicht kenne, beim Ausstieg war es ja stockdunkel und ich kann nicht immer Weg von ausgetrockneten Bachläufen unterscheiden. Also halte ich mich an Gustavo, der diese Tour seit vier Jahren macht und ca. 400 mal hier rauf und runter gelaufen ist. Es folgte eine Unterhaltung auf spanisch, da Gustavo kein englisch spricht. Er ist sehr an Dingen interessiert die außerhalb Guatemalas vor sich gehen. Da ich müde bin, ist die Unterhaltung wie der Weg, sehr holprig. Aber nett, ich habe jetzt den Guide für ich alleine und bin plötzlich wieder fit, außer meiner Knie, die brennen wie Sau. Gustavo gesteht mir ein, dass auch etwas schlapp ist. Gemütlich gehts bergab und es gelingt mir dann auch wieder die grandiose Aussicht zu genießen. Irgendwann treffen wir die anderen. Shiran und Erez suchen Leute die eine drei Tageswanderung zum Lago Atitlan mit ihnen machen, sie wollen nach San Pedro marschieren, dort war ich noch nicht, ich hatte interesse bekundet. Anschließend wollen sie nach Monterrico ans Meer, wo ich auch hin wollte. Als ich unten ankomme, teile ich ihnen mit, dass ich direkt nach Monterrico reisen werde. Mir ist mehr nach Strand und Hängematte. Vom Fahrer erfahren wir dann, dass der Weg nach San Pedro schön sei, aber anders als zum Vulkan. Es geht ständig auf und ab und man müsse mit großem Rucksack wandern, da man Zelt, Schlafsack und anderes Zeugs zum nächtigen benötigt. Hmm, ist ja noch schlimmer. Also steht mein Entschluss fest, ich werde noch eins, zwei Nächste in Xela bleiben und dann zur Pazifikküste um mir dort ein paar schöne Tage zu machen. Auch wenn Shiran und Erez echt nett sind, habe ich so meine Zweifel, dass sie die richtigen Reisepartner für mich sind. Ich hatte die ganze Zeit den Eindruck, dass sie eigentlich lieber alleine sind und andere dazu brauchen einen guten Rabbat zu erhalten. Im Gegensatz zu Richard und Insoue war bei dieser Truppe nicht viel Teamgeist zu spüren.

Im Hostel angekommen gibts erstmal Frühstück, wir haben uns keine Lunchpakete geben lassen, anschließend lege ich mich hin, bringe dann meine Sachen zum waschen und gehe duschen. Hier gibt’s einen unglaublichen Luxus, heisse duschen, zumindest habe ich mir gestern fast den Rücken verbrannt, heute hingegen, wo ich mich auf eine heisse Dusche gefreut habe werde ich enttäsucht, die Dusche bleibt kalt.

Sandfort und Vincent verlassen kurz nach Ankunft das Hostel, weil sie weiterreisen wollen. Vincent verabschiedet sich nichtmal. Auch sie wollen nach San Pedro. Mir wäre das zu stressig nach so einer Tour. Aber Vincent hat mehr vor als ich und dass in nur 4,5 Monaten, Sandfort will noch länger reisen, hat aber in ein paar Wochen eine Verabredung in Kanada.



09.10.2010 Neue Videos

9 10 2010

Hallo liebe Leserschaft,

heute habe ich schnelles Wifi und gleich die Chance genutzt Lindenstraße zu gucken. Für Euch habe ich ein paar Videos meiner Reise hochgeladen, die ihr betrachten könnt. Keine Meisterfilme, aber bewegte Bilder sagen manchmal mehr aus.

Überschwemmte Straße Playa del Carmen

Kurzer Kameraschwenk über Semuc Champey

Wildwasser Semuc Champey

Die Schlammschlacht im Hexenkessel von Santa Cruz de la Laguna

Parade in Panajachel



02. bis 08.10.2010 Guatemala, Lago Atitlan

9 10 2010

Hallo liebe Leser,

Freitag 02.10.2010 Antigua – Santa Cruz de la Laguna

meine Reise führt mich weiter zum Lago Atitlan. Nach dem ich als Fotograf für ein Fotoshooting herhalten musste (sie haben sich neue Schuhe gekauft, dass muss natürlich auf Facebook veröffentlicht werden), habe ich von den Yogatussis einen Geheimtipperhalten. Santa Cruz am Lago Atitlan. Ich also hin.

Die Fahrt dorthin war recht abenteuerlich. Der Bus schraubte sich mal wieder hoch. Ich hab den schlechtesten Platz erwischt. Rechts die Schiebetür, links alle Rucksäcke und dann noch der kleinste Sitz im ganzen Bus. Der Fahrer entpuppte sich als wahnsinniger. Wo 40 km/h erlaubt war für er 100. Außer natürlich wenn ein Pöller kam, dann wurde ruckartig abgebremst um den Wagen nicht noch mehr zu ramponieren, macht auch Sinn, da die Federung eeh durch war. Die Sicht war irgendwann extrem eingeschränkt, weil neben Regen auch Nebel aufkam. Dem aber nicht genug. Ich bin genau in der Gegend wo es in letzter Zeit zu massiven Erdrutschen gekommen ist. Dort wo es normalerweise zweispurig in einer Richtung geht, geht es nur noch einspurig weiter. Ständig findet ein Fahrbahnwechsel statt, weil die Straßen noch nicht wieder hergestellt wurden. Teilweise fehlen ganze Straßenabschnitte. An einer Stelle stehen massig Menschen, die wirken wie eine Trauergesellschaft, auch eine Stelle an der zwei Spuren Schnellstraße abgesackt sind. Das ganze scheint auch noch nicht ganz ausgestanden, überall kommen von den Bergen Wasserfälle herunter, die weitere Schlammmassen herunter spülen und fast schon weitere Erdrutsche ankündigen. Die Krönung ist dann noch weitere große Trauergesellschaft die einen silbernen Sarg zum Friedhof trägt. Hier trägt man bei Beerdigungen Mayatracht.

Nach 2,5 Stunden Fahrt komme ich in Panajachel an. Hier muss ich zusehen wie ich weiterkomme. Nach Santa Cruz kommt man derzeit nur mit dem Boot, da Santa Cruz nur über Schlammwege erreichbar ist und diese sind an vielen Abschnitten einfach weggespült worden.

Nach ungefähr 30 Minuten Bootsfahrt. Die völlig überteuert sind komme ich im Hostel an. Der Schlafsaal dem ich zugewiesen werde, ist nur durch eine Person bewohnt. Das Publikum hier ist recht eigenartig. Aber es gibt auch zwei nette deutsche ehrenamtliche hier. Da Samstag ist gibt es einen Grillabend mit anschließender Party. Alles recht komisch aber das Essen ist super. Es ist ein Reisender mit Gitarre dabei und klampft die ganze Zeit herum, ich hasse Reisende mit Gitarre. Zwei junge Kanadier verkleiden irgendwann sich als Frauen und baggern jeden aus aufdringlich nervige Art und Weise an, so dass bald auch der Betreiber völlig genervt ist. Aber egal. Völliges ignorieren hilft, irgendwann sitzen sie beiden Transen bei uns, außer ihrem schrillen Outfit verhalten sie sich wieder „normal“. Ich habe eine nette Diskussion mit Christian einem der deutschen ehrenamtlichen die im Hostel arbeiten.

Irgendwann gehe ich in meinen Schlafsaal, der an eine Gartenhütte mit Betten erinnert. Es ist feucht und relativ kühl, so dass mein Schlafsack erstmalig zum Einsatz kommt.

Sonntag 03.10 Santa Cruz

Am nächsten Morgen will ich mich zum Markt nach Chichicastenango aufmachen. Also quäle ich mich den steilen Weg nach Santa Cruz rauf, dort erfahre ich, dass wegen der verschütteten Straßen keine Autos ins Dorf kommen und auch nicht raus. Der einzige Weg führt übers Wasser, dazu habe ich heute aber keine Lust zu. Also inspiziere ich Santa Cruz – ein typisches Mayadorf. Alle grüßen sich auch die Touristen werden freundlich gegrüßt. Eine alte Oma überholt mich mühelos als es den Berg hoch geht. Hier zu leben kommt einem lebenslangem Training gleich.

Hier ein paar Bilder des Ortes:

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Blich aus Santa Cruz auf den Lago Atitlan.

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Marktplatz mit Basketballfeld und Kirche, hier befindet sich auch die Schule, die Bibliothek und so eine Art Krankenhaus.

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Typische Häuser an einer steilen Straße, so leben die Einheimischen.

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Luxushaus direkt am See, so leben reiche Extranjeros, Anreise ist nur mit Boot möglich oder über Trampelpfade.

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Blick auf den Nachbarsort von Santa Cruz.

Etwas abgelegen befindet sich das Highlight von Santa Cruz. Der Fußballplatz. Dort kommt man nur zu Fuß hin und wer dort ist muss ich definitiv nicht mehr aufwärmen. Wer spielt, muss sich die Kräfte so einteilen, dass man den Weg zurück noch schafft. Nicht einfach, denn der Platz verlangt den Spielern alles ab. Auch der Platz hat unterschiedliche Gefälle und eine anständige Schlammfläche.

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Der Hexenkessel von Santa Cruz.

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Schlammschlacht vor der Fantribüne.

Die Idee zum Fußball zu gehen war ein Volltreffer. Erstens geben die Spieler alles und zweitens sind alle sehr überrascht, dass sich ein Aleman hierher verirrt. Deutsche sind unter den Latinos so beliebt, weil sie Argentinien mit 4:0 nach Hause geschickt haben. Also kann ich mich wieder in spanischer Konvensation üben. Hier versuchen viele eine Fremdsprache zu erlernen um in die Tourismusbranche einzusteigen, ich ernte Respekt für meine Spanischkenntnisse, die mir immer noch sehr holprig erscheinen. Doch ich nehme das Kompliment an, da es von Menschen kommt die alles dransetzen einen Platz in der Toruismusbranche zu finden und hierzu qualifiziert man sich am besten über das erlernen der Fremdsprache. Die Menschen wissen wie schwer es ist eine neue Sprach zu erlernen.

Das Hostel in dem ich derzeit bin, ist eng mit dem Dorf verbunden und ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor, durch das Hostel findet aber auch ein reger kultureller Austausch statt. Ich bin überrascht. Nachmittags kommt ein geschätzer 10 jähriger Junge ins Hostel und ist erfreut einen deutschen zu treffen, er versucht sicher mit mir wiederum in deutscher Konversation. Die ehrenamtlichen Aushilfen geben nebenbei noch Deutschunterricht. Es ist schon erstaunlich zu sehen, wie viele noch sehr Junge Leute hier jede Chance nutzen sich zu bilden. 10 Jährige die an ihre Zukunft denken und gezielt daran arbeiten ist schon etwas besonderes. Aber natürlich auch ein Indiz dafür, dass die Kindheit hier nur von kurzer Dauer ist. Das sieht man auch, wenn man Familien beim Sonntagsspaziergang beobachtet. Mir begegnen mehrer jugendlich wirkende Paar mit zwei oder mehr Kindern. Kinderarbeit gibt es hier auch, aber bislang ist mir wenig wirklich negatives aufgefallen, im Gegensatz zu Cancun, wo Nachts ein ca. 6 jähriges Mädchen durch Bars irrte um Freundschaftbändchen zu verkaufen. Stattdessen sieht man Kinder, die kleine Aufgaben übernehmen und ihre Eltern bei deren Gewerbe unterstützen, auch eine Art Schulde. Die Grenzen sind hier fließend. Es beginnt mit Müttern die ihre Kinder in ein Tuch gewickelt mit zum Verkaufen nehmen, bis über Kinder die im Restaurant die Speisekarte an den Tisch bringen aber auch Kinder die die sich ein Spiel daraus machen Touristen zu werben, selbst dann wenn garkeine Touristen in der Nähe sind. Überhaupt scheint in Guatemala die Grenze zwischen Privat und Beruf nicht zu existieren. Man nutzt eigentlich jede Möglichkeit um Geschäfte zu machen und man nutzt jedes Geschäft um Beziehungen zu pflegen und man nutzt jede Gelgenheit um irgendwie weiter zu kommen. Wenn man sich den Guatemalteken gegenüber offen und ehrlich gibt kommt man schnell mit ihnen in Kontakt und es entsteht so etwas wie eine Kurzzeitfreundschaft von der profitiert wird. Bislang habe ich mich hier noch nicht ein einziges ansatzweise unwohl gefühlt. Ganz anders als der Ruf der den Guatemalteken voraus eilt.

Monatg 04.10.2010 Santa Cruz

Nachdem Frühstück mache ich einen Spaziergang ins Nachbarörtchen und lasse mich mit dem Boot wieder zum Hostel bringen. Es gibt Schlammpfade wo es links steil bergauf geht und recht steil bergab. Teilweise ist es schwer den Weg zu finden, so gelnge ich in den Garten eines Luxushauses wo eine bestürzte Frau herauskommt, die mich beschimpft. Keine Guatemaltekin. Auch nachdem ich mich entschuldige moppert sie ordentlich rum und weist mich darauf hin, dass die „bad Dogs“ hat. Die Guatemalteken die ich treffe sind dann wieder netter. Sie weisen mir freundlich den Weg wenn ich frage. Irgendwann habe ich dann den richtigen Pfad gefunden. Heute regnet es übrigens mal nicht, somit hat sich der Ausflug gelohnt. Ich entdecke mal wieder viele unterschiedliche Tiere, die hie aber zu schnell zum Fotografieren sind. Bunte Vögel und Schmetterlinge und viele kleine Eidechsen die ebenfalls bunt schimmern. Heute habe ich mich mal auf das Fotografieren einiger Pflanzen konzentriert.

Hier die Bilder des Tages:

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Nachdem Ausflug verbringe ich den Tag mit Lesen. Bald ist meine 1300 Seiten Reise Lektüre durch. Ich habe auch keine Lust diesen Schinken ewig mit mir herum zu schleppen. Am späten Nachmittag versuche ich noch mein weiterkommen zu planen, komme aber zu keinem rechten Entschluss. Die Infrastruktur ist hier sehr eingeschränkt, dafür kann man sehr schön relaxen. Der Schlafsaal ist einfach und nicht wirklich schön und es riecht dort muffelig Ungeziefer findet ungehindert Zugang. Ich denke morgen werde ich einfach mal nach Panajachel zurück und mir dort ein paar Ho(s)tels ansehen. Dort ist die Infrastruktur wesentlich besser. Ich will in jedem Fall noch auf dem Markt nach Chichicastenango und eine Vulkanbesichtigung möchte ich auch noch unternehmen. Dann mal sehen was sich noch anbietet.

Dienstag 05.10.2010 Santa Cruz

Heute verlasse ich Santa Cruz. Die letzte Nacht war ich schon der einzige Gast und viel machen kann man von dort aus auch nicht. Aber nicht bevor ich meinen dicken Wälzer beende. Nachdem das Buch durch ist, spendiere ich es der dortigen Bibliothek, vielleicht findet ja ein weiterer Reisende noch Freude daran. Kurz nachdem ich mich verabschiedet habe kommt auch ein Boot, dass mich nach Panajachel befördert. Wieder mal zahle ich einen viel zu hohen Preis. Es ist zum verrückt werden, wenn man weisss, dass man abgezockt wird, aber man nichts dagegen tun kann. Natürlich werde ich von den Einheimischen belächelt. Aber egal.

In Panajachel angekommen muss ich mich wieder durchkämpfen. Zunächst werde ich nicht fündig, treffe dann einen Reisenden der mir eine Unterkunft empfiehlt. Ich folge seinem Rat und lande in einer Ecke in der ich mich nicht wohl fühle, völlig ab vom Schuss und verschachtelt in Gassen. Dort gibt es zwar viele Hotels, die nicht den Eindruck machen teuer zu sein, aber auch sonst schont hier nichts zu stimmen. Also weg!

Ich irre ein bisschen durch die Gegend, irgendwann sehe ich zwei vollbepackte Menschen vor mir herlaufen und lege einen Schritt zu. Ich treffe Lisa und Helena, zwei Mädels mit denen ich bereits in Antigua in einem Dorm genächtigt habe. Gemeinsam gehen wir auf Hotelsuche und beschließen ein dreier Zimmer zu nehmen. Anschließend gehen wir essen und dann auf Stadtbesichtigung. Dann wieder Essen kaufen und dann zum See um zu picknicken. Es wird aber zu schnell dunkel, also gehen wir ins Hotel essen.

Eigentlich kein besonderer Tag, halt mal wieder Reisealltag, aber heute ist auch der Tag an dem ich genau einen Monat unterwegs bin. Also mal was rundes. Morgen muss ich auch erstmal Wäsche abholen sortieren usw., das hält immer ganz gut auf, außerdem brauch ich jetzt endlich mal einen Reiseführer, den habe ich auch schon in einem Laden gesehen. Zumindest Lisa will morgen schon wieder weiter, was mit Helena habe ich noch nicht herausgefunden. Hier sind aber auch noch einige andere im Hotel, so dass ich einfach mal abwarten werde. Ich möchte nach wie vor von zum Markt nach Chichicastenango, dann aber auch noch ne Vulkantour unternehmen, dass bietet sich von hier aus an.

Mittwoch 06.10.2010 Panajachel

Lisa und Helena wollen weiter ziehen. Ich möchte noch bleiben und einige Dinge von hier machen. Ist aber auch nicht schade um die beiden. Helena aus Belgien ist mir recht sympathisch aber Lisa (aus Deutschland) kommt etwas merkwürdig rüber. Sie gibt die ganze Zeit mit ihren Spanischkenntissen an. So dass ich eigentlich kaum was verstehe, wenn sie mit Helena spricht. Ich bleibe im selben Hotel beziehe jedoch ein hübsches Einzelzimmer, dass merkwürdigerweise günstiger ist, als das Bett im Dreierzimmer.

Heute hatte ich ja eigentlich vor zum Pacaya Vulkan zu fahren und einen heissen Tag bei glühender Lava zu verbringen. Daraus wurde dann leider nichts. Ich bin morgens kurzentschlossen durch Panajachel gerannt und irgendwann hatte ich dann tatsächlich eine Tour gefunden dir noch nicht abgefahren war. In lauter Freude ein Ticket gekauft, schnell die Sachen gepackt und zurück zur Travel Agency. Dort erstmal ne weile gewartet, es tat sich erstmal garnichts. Plötzlich hörte ich Böller oder Schüsse. Irgendetwas in dieser Richtung. Dann rannten plötzlich Kinder, überwiegend schick rausgeputzte Mädels durch die Straße, dazu gabs höllisch laute Musik. Irgendeine Art Kinderschützenfest oder Karneval:

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Man beachte die Kleider dieser Mädels. Edler Stoff.

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Und hier die Auflösung, für die Kleider mussten alte Chipstüten herhalten.

Durch diesem Umzug sind die Straßen verstopf. Die Dame von der Travelagency führt mich an eine andere Stelle wo der Bus dann abfahren soll. Ich steige ein und die Strecke geht erstmal Richtung Antigua. Alles klar, sollte ja auch so sein. In Antigua angekommen weiß mein Busfahrer erstmal nichts davon, dass ich zum Vulkan will. Erst nach Protest und einigen Telefonaten ist er überzeugt und karrt mich zur nächsten Agency. Dort erfahre ich, dass ich nicht mehr zurück nach Panajacehl kommen werde, da die Tour gegen 8:30 Uhr endet, dann dann jedoch fahren keine Busse mehr. Einzige Möglichkeit mit Taxi für 600 Quetzales. Da lag wohl ein Misverständnis meinerseits vor, meine Entscheidung heute morgen wurde zu hektisch getroffen. Ich diskutiere ein wenig mit der Dame in der Agency herum, alles auf spanisch. Irgendwann habe ich die Dame am Telefon, welche mir die Tour verkauft hat. Auch hier wildes diskutieren auf spanisch, diesmal ohne Körpersprache. Sie bietet mir an, dass ich ein Bus für 80 Quetzales zurück nach Panajachel nehmen kann. Die Vulkantour fällt dann zwar flach aber inzwischen ist mir das egal. Plötzlich telefoniert die Dame von der Agentur in der ich sitze herum und bietet mir ein Taxi für 500 Quetzales an, dass ist mir aber noch immer zu teuer. Außerdem komme ich dann sehr spät in Panajachel an und bekomme dann kein Shuttleticket mehr nach Chichicastenango wo ich morgen hin möchte. Also die ganze Tour wieder zurück, alles für nichts. Im Bus treffe ich dann wenigstens Anne aus München und Christian aus Bukarest. später steigt Pries aus der Schweiz hinzu den ich in Semuc Champey kennengelernt habe. Anne und Christian wollen gemeinsam nach San Pedro. Ich besitze bereits solide Ortskenntnisse und führe sie zum See wo eine Preistafel für die Bootsverbindungen stehen, somit bewahre ich sie vor überzogenen Preisen. Eigentlich sollte ich Schlepper werden.

Anschließend kaufe ich mir die Tickets für den Roundtrip nach Chichicastenango. Diesmal richtig, ich flirte ein wenig mit der Agencydame und ernte noch Komplimente für meine Spanischkenntnisse. Das kommt übrigens immer häufiger vor. Auch wenn ich mich in dieser Sprache noch nicht sicher fühle. So langsam fällt es mir immer leichter mich zu verständigen. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an Carmen für die soliden Spanischkenntnisse die du mir vermittelt hast.

Donnerstag 07.10.2010 Chichicastenango

Heute gehts dann endlich zum berühmten Markt nach Chichicastenango. Allerdings gibts mal wieder verzögerungen, weil die Ausfahrtstraße aus Panajachel nicht passierbar ist. Wieder mal gab es Erdrutsche und die Straße muss von Steinen und Erde befreit werden. Bis es weiter geht dauert es noch eine Stunde. Dann gehts langsam weiter weil ständig irgendwelche langsamen Autos vor uns her fahren. Die zahlreichen Pöller auf den Schnellstraßen, welche die Geschiwindigkeit regulieren sollen verhindern immer wieder die Überholmanöver. Wir kommen mit 1,5 Stunden verspätung an, aus kulanz schenkt uns der Fahrer 15 Minuten weitere Aufenthalt in Chichicastenango.

Angekommen finde ich mich gleich schnell zurecht. Das heisst, erstmal ein Bano (Sanitäranlage) suchen und die angestauten Flüssigkeiten entsorgen. Welche Erleichterung. Dann ziehe ich über den Markt. Tausende von Ständen, weniger voll als ich dachte, aber noch recht eng. Die Preise sind teilweise recht saftig. Aber ich komme auch mehr zum gucken. Kaufe dann aber doch noch ein paar Kleinigkeiten und feilsche mehr schlecht als recht. Wobei ich auch ein schlechtes Gewissen habe die Preise so extrem runter zu handeln. Hier gibt es solide Handarbeit ud nur wenig Ramsch. Vor der Kirche wird ordentlich geräuchert und auch in der Kirche liegen überall Blüten, Räucherwerk verdampft, ansonsten ist die Kriche recht schmucklos. Hier darf nicht fotografiert werden und ich respektiere dies auch. Daher keine Bilder vom inneren der Kirche. Aber auch davor geht die Post ab.

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Räuchersession vor der Kirche St. Tome.

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Hier rollt der Rubel.

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Tücher, Masken, Töpferware.

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Bohnen in allen Formen, Größen und Farben.

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Fressbereich vom Markt.

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Hier werden frische Tortillas hergestellt.

Zu Essen gibt’s heute Pollo frito con Papas fritos y arroz y ensalada (frititiertes Hähnchen mit Pommes, Reis und Salat. Billig, fettig, sättigend und kein Torusit weit und breit. Neben an hört man schreiende und flatternde Hühner. Das essen scheint also frisch zu sein.

So fahren die Händler nach erfolreichem Geschäft nach Hause:

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Mir hat die verkürzte Zeit voll gereicht. Anschließend gehts wieder nach Panajachel. Dort gehe ich mit vier Jungs aus Leipzig erstmal die Happy Hour nutzen. Zwei Mojotos und zwei Daiquiries und ein lustiger Abend beginnt. Die vier kapern das nächste Internetcafé, ich muss aber nichts erledigen, also setzte ich mich vor dem Internetcafé und mache dort eine weitere Bekanntschaft. Anna sitzt neben mir, versucht mir zunächst Tücher aufzuschwatzen. Hat dann aber wohl keine Lust mehr und wir flirten ein wenig rum. Sie sagt, dass da sticken und weben der Stoffe je nach größe einen guten Monat Zeit in Anspruch nimmt. Dafür sind die Preise dann fast schon eine Beleidigung. Außerdem erfahre ich, dass es sich bei der gestrigen Parade um die Kürung der besten Schüler handelte. Ich dachte es mir schon fast. Auf einem der obrigen Bilder seht ihr ein Mädel auf deren Scherpe Nino Deporte steht. Frei Übersetzt Sport Kind. Ich flirte noch ein wenig mit Anna herum und gehe dann mit den Jungs was essen. Irgendwann läuft mir Anna nochmal über den Weg, zunächst erkennt sie mich nicht und versucht mir ein Tuch aufzuquatschen. Als sie mich erkennt lächelt sie nur und wünscht uns einen schönen Abend. Die Tuchverkäuferinnen hier haben einen echt knallharten Job. Von morgens 9 bis spät in die Nacht mit Tüchern durch die Gegend laufen und Touristen ansprechen, die meist nur mit Ablehnung reagieren. Ich glaube Anna hat sich mal gefreut, dass ein Tourist auch mal Interesse an ihr als Mensch zeigt. Ich war froh, mal wieder spanisch praktizieren zu können.

Freitag 08.10.2010 Panajachel – Xela

Heute ging’s weiter nach Quetzaltenango oder kurz Xela (gesprochen Schellha) einer etwas größeren Stadt. Dummerweise fährt der Shuttlebus erst um 16 Uhr ab, weswegen ich den ganzen Tag in Panajachel vertrödeln muss. Das heisst im Klartext sich Verkäufer vom Hals halten. Natürlich hätte ich in der Zeit nach San Pedro fahren können oder noch einen anderen Ausflug, wäre mir aber zu stressig gewesen. Daher verbringe ich den Tag in Panajachel. Erst hänge ich gemütlich auf einer Wiese vorm See ab plane weitere Schritte gegen 12 Uhr gehe ich Mittagessen und lasse mir dabei alle Zeit der Welt, dann gehe ich noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Danach entschließe ich mich in einer Kneipe die Zeit tot zu schlagen. Passt prima. Denn ich finde eine gemütliche Kneipe in der das Fussballspiel Deutschland gegen Türkei übertragen wird. Ich bin zwar der Einzige den das Interessiert, aber mir ist das egal. Während des Fussballspiels lasse ich mir meine Schuhe putzen. Ich finde es etwas ungewohnt vorm Fernsehn zu sitzen, während sich vor mir jemand verbeugt und mir die Schuhe blank wienert. Aber nun glänzen sie. Gegen 16 Uhr geht’s dann endlich los Richtung Xela, der Bus braucht gute 2,5 Stunden und ich bin der Einzige im Bus. Passt auch prima, denn ich werde gleich vors Hostel meiner Wahl gebracht. Xela scheint auf den ersten Blick recht groß und unübersichtlich, außerdem ist es stockdunkel als ich ankomme. Hier gibt’s mal endlich wieder Wifi, daher heute endlich wieder mal ein Update der letzten Tage.

Foto des Tages:

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